Seit kurzem ist die englische Ausgabe des Buchs über prozessgesteuerte Anwendungen von Volker Stiehl verfügbar. Interessant sind hierzu die Ausführungen des Autors im SAP Community Network, in denen er die Hintergründe und die Ansätze des Buchs beschreibt. Er trennt die Anwendung eine fachliche Prozess- und eine Implementierungs-Schicht, die beide mit BPMN beschrieben werden. Die Prozesse beider Schichten werden ausgeführt und interagieren miteinander. Dabei tragen Business und IT in gleichem Maße die Verantwortung für das ausführbare Modell der fachlichen Prozess-Schicht.
Thomas Allweyer
Flexibleres BPM durch Graphdatenbanken
Gastbeitrag von Helmut Heptner. Wir erleben einen Übergang von traditionellen Geschäftsprozessmanagement-Systemen auf Basis relationaler Datenbanksysteme, die im Zeitalter von „Big Data“ den Anforderungen selbst nach Umstellung und Neuprogrammierung nicht gewachsen wären, hin zu Systemen basierend auf Graphdatenbanken. Vorreiter dieser Entwicklung sind populäre Social Network Anbieter wie Facebook, Google+ und Twitter, um nur einige Beispiele zu nennen. Allen gemeinsam sind große Teilnehmerzahlen und eine unüberschaubar große Anzahl an Beziehungen zwischen den Anwendern, die dennoch bei Bedarf in Sekundenschnelle zu den unterschiedlichsten Auswertungen kombiniert werden können.
Von der Pyramide zum Haus – Neue Auflage des Praxishandbuch BPMN
Von dem weit verbreiteten Praxishandbuch BPMN 2.0 von Jakob Freund und Bernd Rücker ist kürzlich die vierte Auflage. Wesentlicher Unterschied zur dritten Auflage: Das bislang als Pyramide dargestellte camunda Methodenframework wurde geändert und wird nun in Form eines Hauses visualisiert. Ausschlaggebend für die Änderung waren einige Missverständnisse, die im Zusammenhang mit der Pyramide gelegentlich auftraten. Darin war die Ebene des technischen, d. h. des ausführbaren Prozessmodells unterhalb der Ebene des operativen Prozessmodells angesiedelt. Dies veranlasste viele Leser zur Auffassung, dass die technische Ebene zwangsläufig eine Verfeinerung der operativen Ebene sein müsse. Damit verbanden sie die Erwartung,
Soll man noch das „klassische“ BPMS-Konzept vermitteln?
Bislang habe ich sehr positive Reaktionen auf mein neues BPMS-Buch erhalten. Unter anderem kam aber auch die Frage auf, ob das klassische, Prozessmodell-getriebene BPMS-Konzept, das ich in dem Buch mit vielen Beispielprozessen erläutere, überhaupt noch zeitgemäß ist. Sollte man sich angesichts eines immer größeren Anteils an Wissensarbeitern nicht stattdessen lieber mit neueren und flexibleren Ansätzen beschäftigen, wie Adaptive Case Management (ACM)?
Sicherlich muss man die klassische BPMS-Philosophie kritisch hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Einsatzbereiche hinterfragen. Für die meisten schwach strukturierten und wissensintensiven Prozesse ist es tatsächlich nicht sinnvoll und meist auch gar nicht möglich, den kompletten Ablauf im Voraus in Form eines BPMN-Modells festzulegen. Für solche Prozesse ist Adaptive Case Management besser geeignet. Das heißt aber nicht, dass der herkömmliche BPM-Ansatz komplett überholt wären. Das Buch soll einen fundierten Einstieg in das Themengebiet bieten. Es gibt eine Reihe von Gründen, weshalb ich mich darin auf Prozessmodell-basierte BPMS beschränkt habe:
BPM in Practice diskutiert ACM, Internet of Things und mehr
„Enterprise BPM 2.0, Adaptive Case Management und das Internet of Things – Wie passt das alles zusammen?“, fragt Dirk Slama, Autor des empfehlenswerten Buchs „Enterprise BPM„, in seiner Keynote auf dem Workshop „BPM in Practice“ am 9. Oktober in Hamburg. Das Adaptive Case Management und seine praktischen Anwendung wird in den anschließenden Parallel-Tracks von mehreren … Weiterlesen
Buchvorstellung: Prozessqualität hängt vom Zusammenspiel mit den IT-Systemen ab
Der Titel führt möglicherweise ein wenig in die Irre: Es geht in diesem englischsprachigen Buch nicht allgemein um die gegenseitige Anpassung von Geschäftsprozessen und Informationssystemen, sondern speziell um die Auswirkungen auf die Prozessqualität. Im ersten Teil entwickelt der Autor ein Referenzmodell zur umfassenden Beschreibung aller unterschiedlichen Aspekte, die die Qualität von Geschäftsprozessen ausmachen. Das Business Process Quality Reference Model (BPRQM) basiert auf einem Standard für die Qualität von Softwareprodukten. Die Definitionen der dort verwendeten Qualitätsmerkmale wurden begrifflich an den Anwendungsbereich der Geschäftsprozesse angepasst. Sicher lässt sich hinterfragen, ob es für Geschäftsprozesse nicht noch ganz andere Qualitätsmerkmale als für Softwareprodukte gibt. In einer Fallstudie aus einer Uni-Klinik wird aber gezeigt,
Umfrage Status Quo Prozessmanagement gestartet
In regelmäßigen Abständen ermittelt die Studie „Status Quo Prozessmanagement“, wie die unterschiedlichen Facetten des Themas Prozessmanagement in der Praxis umgesetzt sind, und welche Trends sich erkennen lassen. Diesmal wird die Umfrage gemeinsam von BPM&O und Bearingpoint durchgeführt. Alle Teilnehmer der aktuellen Studie erhalten Ende des Jahres die ausführlichen Ergebnisse. Zur Umfrage Status Quo Prozessmanagement.
Fraunhofer IAO: Erste von mehreren BPM-Tool-Studien liefert Marktüberblick
Gleich vier Marktstudien zu BPM-Tools hat das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) angekündigt. Die erste, ein allgemeiner Marktüberblick, liegt bereits vor. Sie soll im Laufe des Jahres um Studien zu den Themen Social BPM, Compliance in Geschäftsprozessen und Überwachung von Geschäftsprozessen ergänzt werden. In dem Marktüberblick sind insgesamt 28 Anbieter mit 27 Werkzeugen vertreten. Dabei ist das Teilnehmerfeld recht heterogen. Die Spanne reicht von einfachen Modellierungswerkzeugen bis zu umfangreichen BPM-Suiten inklusive Prozessausführung und ‑monitoring. Auch ein reines Process Mining-Tool ist vertreten.
Open Innovation – Prozessoptimierungen in der Radiologie gesucht
Über die Open Innovation-Plattform des in der Region Nürnberg angesiedelten Medizintechnik-Clusters „Medical Valley“ werden Experten gesucht, die zur Lösung konkreter Problemen aus der Medizintechnik beitragen. Dass es sich dabei nicht immer um rein technische Lösungen handeln muss, zeigt eine aktuelle Ausschreibung zu Prozessoptimierung in der Radiologie.
Kongress zum Prozessmanagement in der Finanzindustrie
Prozessmanager aus Banken und Versicherungen treffen sich vom 27. bis 29. Oktober in Wiesbaden zur „PEX Process Excellence Finance“. Wie erreicht man Process Excellence und Agilität in einem immer stärker regulierten Umfeld? Diese Frage dürfte viele der Teilnehmer beschäftigen. Zahlreiche Praxisvorträge von Referenten namhafter Finanzinstitute werden hierfür umfangreichen Diskussionsstoff liefern.